Wer einmal mit einem Paternoster gefahren ist, weiß wovon ich spreche: Es handelt sich um eine abenteuerliche Aufzugreise. Steige ich im letzten Stockwerk aus oder besitze ich soviel Mut, bleibe in der Kabine und lasse mich über den Scheitelpunkt der Anlage transportieren? Ich habe mich getraut, habe einmal die ganze Tour gemacht und bin anschließend am Ausgangspunkt meiner Reise angekommen. Im Erdgeschoss.
In der VHS steckt Leben. Menschen unterhalten sich auf den Fluren - in vielen Sprachen. Manche Leute steigen in den Paternoster ein oder aus. Durch die Fahrt im Paternoser bekommt man stückweise die Gespräche mit, die geführt werden. Und wenn man die ganze Runde macht, kann man den Rest der Flur-Unterhaltung ein paar Momente später wieder mitverfolgen. Eine vollständige Paternosterfahrt in der VHS dauert gute zweieinhalb Minuten. Ich kann es nur empfehlen. Viel Spaß!
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Wir überqueren den Gotenring und wollen auf den Bahnsteig gehen, der uns mit der Linie 3/4 in die Innenstadt bringt. Wir bleiben an der Fußgänger-Ampel stehen, die sich am Anfang des Bahnsteigs befindet. An der Ampel hängen zwei Signalgeber (für sehbeeinträchtigte Menschen), die mit einer leichten Verzögerung rhytmisch klicken und klacken. Toller Beat!
Wir stehen im Schnellert, einer Seitenstraße der Alfred-Schütte-Allee, in Poll; hier befindet sich Kölns größter Schrottplatz für Metall-Recycling - Betreiber ist die Firma Theo Steil GmbH. Zu hören sind zwei Hydraulikbagger, die den Metallschrott in Züge bzw. Schiffe verladen und vorbeifahrende Lkw und Pkw. Das ständige Bimmeln stammt von dem großen Kran, der zwischen den Metallbergen und der Verladestation hin- und herfährt
Steht man auf der Südbrücke, so hat man einen schönen Blick auf Kölns Skyline. Die Brücke ist aber auch ein Ort, an dem es sehr laut sein kann: Vorbeifahrende Züge, vor allem Güterzüge, sind nicht nur laut, sie erschüttern die ganze Brückenkonstruktion und es wackelt enorm.
Der Neumarkt ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Kölner Zentrum. Von hier bringen zahlreiche U- bzw. Straßen-Bahnen und Buslinien die Menschen an fast jeden Ort in Köln. Die U-Bahn-Zwischenebene “HUGO”, die direkt in die Neumarkt-Galerie führt, beherbergt zahlreiche Geschäfte. Flaniert wird hier allerdings kaum. Vielmehr kaufen sich die Passanten hier noch eine Kleinigkeit für den Feierabend, um dann schnell zur ersehnten U-Bahn zu eilen. In dieser Aufnahme hört man die Schritte der Passanten, ein Telefonat, das Knallen der Schließfachtüren und die An- und Abfahrt der U-Bahnen.
